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Machtgebiete: Die unsichtbaren Regeln der Führung – und wie Frauen wirksam gegenhalten (mit Christina Sontheim Leven)
Machtgebiete: Die unsichtbaren Regeln der Führung – und wie Frauen wirksam gegenhalten (mit Christina Sontheim Leven)

Machtgebiete: Die unsichtbaren Regeln der Führung – und wie Frauen wirksam gegenhalten (mit Christina Sontheim Leven)

00:39:07
Report
Christina Sontheim Leven hat zusammen mit Anna Sophie Herken und Bettina Weiguny **50 Topmanagerinnen** interviewt – darunter auch Familienunternehmerinnen – und daraus eine systemische Analyse von Karriereverläufen entwickelt. Die Muster sind deutlich: Frauen scheitern selten an „fehlender Härte“, sondern an unsichtbaren Regeln, an doppelten Standards und an den **Machtgebieten**, in denen Führung stattfindet. So heißt auch das Buch, über das wir ausdrücklich sprechen: **„Machtgebiete“**. In dieser Folge geht es um weibliche Wirkkraft dort, wo sie oft geprüft wird: in Führungsrollen, in patriarchal geprägten Strukturen und in Familienunternehmen. Christina beschreibt wiederkehrende Sollbruchstellen in Karrieren, die sich über Branchen hinweg zeigen – von subtilen Entwertungen bis hin zu offenen Grenzverletzungen, inklusive **MeToo-Fällen auf Top-Ebene**. Wir sprechen darüber, wie Bias im Alltag funktioniert: über Witze, Zuschreibungen, Scheinargumente („nicht durchsetzungsstark genug“, „keine Unterstützung zuhause“, „beim Kunden schwierig“) – und warum diese Mechanismen so wirksam sind, weil sie selten als Problem benannt werden. Gleichzeitig bleibt es nicht bei der Analyse. Wir sprechen über **Gegenhebel** – konkret und umsetzbar: Wie Frauen gegenhalten können, ohne sich zu verbiegen. Wie wichtig es ist, Situationen früh zu markieren, Verbündete zu aktivieren, Beweise und Muster sauber zu dokumentieren und nicht allein zu kämpfen. Warum Arbeitgeber konsequenter bewertet werden sollten (Kununu/Glassdoor nicht als Frustventil, sondern als Machtinstrument). Und warum Frauen ihre wirtschaftliche Macht ernster nehmen dürfen – als Konsumentinnen, als Entscheiderinnen, als Erbinnen und als Gesellschafterinnen. Ein zentraler Punkt: Es darf sich auch auf der Unternehmensseite etwas ändern – und zwar sichtbar. „Walk the Talk“ reicht nicht als Poster an der Wand. Christina spricht darüber, wie Aufsichtsräte und Gesellschafter echte Bedingungen schaffen können: Diversitätskriterien in Vergütungssystemen, klare Verantwortlichkeiten, Schutzräume und Sanktionen bei Grenzverletzungen. Nicht, weil es „nett“ ist, sondern weil Unternehmen sonst Kompetenz verlieren und enorme Wertschöpfung liegen lassen. Ich teile außerdem meinen eigenen Kontext aus dem Familienunternehmen: mein Ausstieg nach vielen Jahren operativer Verantwortung, die Entscheidung, nicht nachzufolgen, und was es bedeutet, als Frau die eigene Macht bewusst zu setzen – nicht als Kampf, sondern als Klarheit. Und dann kommt der Teil, der mir besonders wichtig ist: **Wir sind stärker, wenn wir uns verbünden.** Nicht als Wohlfühl-Satz, sondern als Strategie. Frauen verlieren Wirkung, wenn sie isoliert werden. Wir gewinnen Wirkung, wenn wir uns verbinden – in Netzwerken, in Gremien, in Allianzen, im Alltag. Verbundenheit ist kein Soft Skill. Es ist Macht. #Sinnplauderei #ChristinaSontheimLeven #Machtgebiet

Machtgebiete: Die unsichtbaren Regeln der Führung – und wie Frauen wirksam gegenhalten (mit Christina Sontheim Leven)

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